Nesenbachers Cache-Talk

Ein Geocaching-Blog von Heike & Jo
Cacher-Portraits

KingfisherTeam

Geocachingname, Stadt, Bundesland, eigene Homepage?

KingfisherTeam, aus dem Burggrafenamt in Südtirol/Italien, www.geocaching.bz

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Was hat es mit Eurem Geocachingnamen auf sich?

Eigentlich haben wir ein nettes Tierchen für unseren Teamnamen gesucht. Und englisch sollte es auch sein, da wir in deutschen wie auch in italienischen Gefilden unterwegs sind. Aber die üblichen Tiere wie Eichhörnchen, Marder, Otter und ähnliches waren als Nickname entweder schon vergeben, oder zu kompliziert auszusprechen oder zu schreiben. Irgendwie sind wir dann beim kingfisher, dem Eisvogel gelandet. Der ist zwar schwer zu fotografieren, aber er ist recht bekannt und ein flinker Vogel.

Habt Ihr ein Motto?

“Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg”
Das ist ein Zitat von Laotse, und wir finden, dass das auf Geocaching zutrifft.

Wie seid Ihr zum Geocaching gekommen?

Ich (Sabs) habe im Internet was darüber gelesen und war der Meinung, dass wir das unbedingt ausprobieren müssen. Bei der nächsten Fahrt nach München habe ich mir dann ein GPS (Geko 201) gekauft.

Welches war Euer erster Cache und warum genau dieser?

Nach dem Kauf vom Geko mussten wir das Geocachen natürlich gleich ausprobieren. Und was lag da näher, als der Münchner Marienplatz mit Glockenspiel reloaded von Schnüffelstück (GCHNH7, mittlerweile archiviert). Den haben wir nur mit der Beschreibung, also noch ohne GPS gefunden.

Hat Geocaching Euer Leben verändert und wenn ja, wie?

Ja…wir sind aktiver. Und Wanderungen, sowie Urlaub werden nach den Kriterien “wo liegen viele schöne Caches” geplant. Und im Urlaub suchen wir in den Cachebeschreibungen nach tollen Örtlichkeiten für uns und unsere Kinder.

Wie ist die Aufgabenverteilung in Eurem Team?

Sabs ist für die Lösung von Mysteries und für Lost Places sowie Baumklettercaches zuständig, Hannes für Caches auf Gipfeln mit langem oder steilen Zustieg. Unsere Kinder sind erst 2 und 4 Jahre alt, also helfen sie beim Suchen, verlängern den Weg und kontrollieren die Caches auf Tauschobjekte. Mirissa liebt auch Röhren, Lost Places und fuchtelt gerne mit Taschenlampen und UV-Lampen herum.

Habt Ihr eine Lieblingscacheart?

In fast jeder Cacheart gibt es „Lieblingscaches“, wenn Terrainwertung und/oder Difficulty bzw. Zustieg ausreichend anspruchsvoll sind, 😉 oder wenn die Dose, die Tarnung, der Weg, ein Rätsel oder eine Geschichte rundherum schön sind. Sabs gefallen Lost Places, Nachtcaches, T5er und Wathosencaches aber davon gibt es in Südtirol leider fast nichts. 🙁

Welcher ist Euer derzeitiger Lieblingscache und warum?

Das ist kaum zu beantworten, es gibt sooo viele schöne Erinnerungen … derzeit ist wohl das Ulmer FORT Megaevent am intensivsten in der Erinnerung eingebrannt… Einfach umwerfend – Location, Stimmung, Unterhaltung …es hat einfach alles gepasst, sogar der Regen und der Dudelsack.

Welcher war Euer schwerster Cache und warum?

Schwer zu sagen… es gibt hier eine Unmenge an 3000er und auch die Dolomiten sind in unserer Heimat. Derzeit bremst uns nur der Nachwuchs etwas in der „Terrain-Suche“…  Aber für Hannes war der Cache an der Stettiner Hütte (TEX-TREK visual at the stettinerhut, seit kurzem von uns adoptiert und in die TEX TREK Reihe aufgenommen), dank Zustieg recht anstrengend. Das waren so an die 1800 Höhenmeter Aufstieg, bei 25km Fussmarsch an einem Tag (ich denke ungern an die darauf folgenden – trotz Magnesium – Muskelkater-Tage zurück). Was den Zustieg betrifft, ist auch der Cache auf der Zielspitze nicht zu verachten, da haben wir ca. 18 Kilometer Strecke auf 1734 Höhenmetern in zwei Tagen gemacht.

Was das Versteck betrifft, war die Vedretta Vioz ein harter Brocken. Ein Steinhügel mit Stellungen aus dem 1. Weltkrieg, auf einem Gletscher über 3500 Meter Höhe. Da haben wir zu viert recht lange gesucht. Die Würmtalreihe bei München ist vermutlich auch sehr anspruchsvoll, aber da haben wir erst einen (von vielen) gefunden…

Was Rätsel/Mysteries und Multis betrifft, hatten wir hier in Meran hart zu kämpfen: Beim Merano Ultraviolet sowie beim Sopra i tetti di Merano.

Technisch schwierige Caches scheuen wir nicht, sie sollten jedoch auch wirklich was „Gscheites“ sein, und nicht nur eine senkrechte Leitplanke. Es gibt etliche „harte“ Caches… jeder ist auf seine Weise etwas besonderes, und das ist gut so…

Welches war Euer bemerkenswerteste Erlebnis beim Cachen?

Hannes faszinieren Begegnungen mit Wildtieren beim Cachen:

– Kärnten/Obirhöhlencache (A) : Schwarze Kreuzotter
– Kärnten/Griffen (A) : Turmfalke auf 2 Meter
– Lombaerdei/Gavia-Pass (IT) : Steinböcke auf unter 5 Meter
– Istrien (HR): Europäische Landschildkröte

– Pinzgau/Mega-Ev. (A) : Alpensalamander

– Trentino/Area orsi (IT) : Braunbär
– Trentino (IT) : Feuersalamander

Und Sabs hat durchs Cachen auch gelernt, dass Stachelschweine in Italien heimisch sind. 😮

Hattet Ihr beim Cachen schon Begegnungen mit Polizei/Feldschütz/Jägern/etc. und wie verliefen sie?

Bisher glücklicherweise noch nie. Nur mit einem Automuggel, der mich (Sabs) davon abhalten wollte, von einer Brücke zu stürzen… Eigentlich wollte ich nur den Cache suchen…

Habt Ihr schon andere Leute zum Geocaching gebracht?

Leider nicht, unser Bekanntenkreis ist da recht beratungsresistent.

Was war Euer nettestes Erlebnis mit anderen Cachern?

Wir waren zu zweit in einem Biergarten (Hannes war mit seinem Pinzgauer Megaevent-T-Shirt bekleidet), weil wir den dortigen Mikrocache ersetzen wollten, da spazierten einige Italiener vorbei. Wenige Sekunden später steht das Grüppchen verlegen vor unserem Tisch und fragt: “siete voi il Kingfisherteam?” (Seid ihr das Kingfisherteam?). Wir haben das natürlich bejaht, und wir  kamen ins Gespräch. Sie konnten natürlich auch noch den Mikro loggen. Event-T-Shirts mit Aufschrift helfen somit zu neuen Bekanntschaften 🙂

Was war Eure coolste Ausrede gegenüber Muggels?

(Sabs) Auf einer 80 Meter hohen Brücke, am Geländer kriechend unterwegs… die „Kontaktlinse verloren“  **G**

Was nervt Euch am meisten beim Cachen?

Am nervigsten sind ungenaue Cachebeschreibungen, Koordinaten die extrem abweichen, und versiffte, in Tüten verpackte Müllcaches.

Natürlich freuen wir uns auch nicht besonders über Hints wie: “unter der Wurzel”, in einem wurzelreichen Wald.

Fotos vom KingfisherTeam:

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