Nesenbachers Cache-Talk

Ein Geocaching-Blog von Heike & Jo
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Kratzer im Oregon (Teil 2)

Die guten, oder die schlechten Nachrichten zuerst? Die guten? OK! Aaaaalso: Nach stark drei Wochen kam tatsächlich Post aus China. In einem kleinen, sehr gut verpackten Karton, befand sich das ersehnte Ersatzteil. Sofort fiel mir ein Unterschied auf: Der beim 300er orange Balken, mit dem Garmin-Schriftzug unterhalb des Displays, ist beim Ersatzteil dunkel – wie beim Oregon 550, für das es aber anscheinend gar nicht passt. Ansonsten fühlte es sich gut an und machte einen absolut brauchbaren Eindruck….

Touchscreens habe ich schon viele gewechselt, an Smartphones, PDAs, Auto-Navis und Digital-Kameras. Der Eingriff sollte also auch beim Oregon kein Problem darstellen. Nachdem die 6 Schrauben herausgedreht und der hintere Deckel abgenommen war, wurde aber schnell klar, dass an ein Outdoor-GPS andere Ansprüche in Sachen Robusheit gestellt werden, als bei den oben genannten Geräteklassen. An einigen Stellen sind Gummidichtungen verbaut, denn die Oregons sind ja weitgehend wasserdicht. Je näher ich dem Display kam, um so größer wurden meine Zweifel daran, ob ich die dazu notwendigen Schritte wirklich als Fotostrecke veröffentlichen soll.

Nach reiflicher Überlegung komme ich deshalb zur schlechten Nachricht: Sorry, aber es wird weder eine Fotostrecke geben, noch eine Anleitung zum Austausch. Die Begründung ist recht einfach: Für den Eingriff sind Aktionen notwendig, zu denen ich niemand ermutigen möchte, der sowas noch nie gemacht hat. Es ist nahezu unmöglich, das Öffnen der Steckverbindungen für die Flat-Flex-Cable (Folienleitungen) so zu beschreiben, dass es jeder unmissverständlich versteht und ausführen kann. Ein winziges Stück des Steckverbinder-Verschlusses ist schnell abgebrochen und macht damit das gesamte Gerät unbrauchbar. Wer mit sowas umgehen kann, benötigt keine Anleitung von mir, doch ich möchte niemand dazu verleiten, sein teures Gerät vorsätzlich zu zerstören. Wer es trotzdem wagen will, darf sich gerne direkt an mich wenden. Ich stehe ihm dann natürlich gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Zum Schluss gibt natürlich noch die ersten Erfahrungen mit dem neuen Touchscreen: Die Passgenauigkeit war tadellos und beim Einbau gab es keine Probleme. Die Oberfläche des Screens scheint etwas rauer als beim Original zu sein. Dies kann sicherlich auch täuschen, denn der alte Touchscreen war durch die ständige Bedienung ja sicher auch schon etwas glattgeschliffen. Den Screen habe ich nach dem Umbau nicht neu kalibriert. Ich war ja auf die Präzision gespannt und war überrascht, dass ich während der zwei Tage Benutzung noch keine falsche ‘Taste’ erwischt habe. Rein subjektiv scheint der Touchscreen auch präziser zu reagieren, als das Original. Die Lichtdurchlässigkeit (und somit Helligkeit des Displays) und die Entspiegelung kommen mir ebenfalls besser vor, wobei letzteres sicher an der (noch) matteren Oberfläche liegt. In Sachen Kratzfestigkeit kann ich natürlich zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussagen treffen, aber erste Kontakte mit einigen Schlüsseln, die sich in der selben Tasche befanden, hat es bereits schadlos überstanden.

Mein persönliches Fazit: Für 9,70 € incl. Versandkosten und 20 min Umbauzeit, habe ich aus jetziger Sicht ein gutes Geschäft gemacht, denn der Wiederverkaufswert meines Oregons hat sich durch den Umbau mit Sicherheit wieder verdoppelt. Die unschönen, ärgerlichen und schattenwerfenden Kratzer sind verschwunden, die Ablesbarkeit ist wieder einwandfrei. Wie sich das Ersatzteil im Langzeit-Test schlägt, wird sich noch zeigen.

 

3 Responses to “Kratzer im Oregon (Teil 2)”

  1. TSaK meint:

    Danke für den Beitrag – wir haben uns nun auch erfolgreich den Kratzer entfernt, den ein böser Hang kombiniert mit dem Gewicht des herunterrutschenden Rucksacks, an dem das Oregon hing, in unser Display geritzt hatte. Da wir damals schon versucht hatten, ihn herauszupolieren, wussten wir etwa, was auf uns zukommt.
    Bei der Reparatur ist das alte Display übrigens genau an der Kratzerstelle gebrochen, als wir es heraushebeln wollten – also gab es kein Zurück mehr 😉
    Eine Anleitung hättet ihr unserer Meinung nach ruhig veröffentlichen können – mit ein paar Fotos kann man gut dokumentieren, worauf man achten sollte.
    Hätten wir vorher gewusst, wie einfach das Ganze ist, hätten wir direkt eine Fotostrecke angefertigt…

    Gruß,
    Thomas vom Team TSaK

  2. boschdler meint:

    Dank, Dank und nochmals Dank an Jo,

    das mit dem neuen Display fürs Garmin funzt einwandfiffi.
    Jo hat es organisiert und sogar noch für mich eingebaut, er hat erstens mehr Erfahrung als ich und die nötige Kenntnis.

    Ich selber hät mich das nicht getraut und eher auf die teurerere Alternative von Garmin zurück greifen müssen.
    Was ich eigentlich schade finde das Garmin sowas nicht anbietet.
    Irgendwo ein schwacher Zug für so ein Unternehmen, lieber die teure Tauschnummer statt Reperatur an zubieten..

    boschdler

  3. Jochen meint:

    Eine kommerzielle Alternative gibt es unter: http://www.h186.de . Der Tausch des Screen-Digitizers für das Oregon kostet dort 50€ zuzüglich Versandkosten. Sie reparieren aber auch viele andere Navigationsgeräte.

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